Beschlossene Anträge

2025

14.12.2025

Präambel
Die Grünen in Augsburg haben viele richtige und wichtige Forderungen in ihrem
Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2026 aufgenommen. Teilweise wird dieses allerdings
unserer ambitionierten Vorstellung von einem zukunftsfähigen Augsburg nicht
gerecht.

Deshalb ist es unsere Aufgabe hier weiterzudenken und die Themen auf den Tisch
zu bringen, die anderen vielleicht noch zu groß, zu teuer oder zu unbequem
erscheinen. Somit wollen und müssen wir als GRÜNE JUGEND Augsburg uns in der
Kommunalpolitik und auch im Stadtrat im Einklang mit unseren Werten sowohl für
die Vision der GRÜNEN als auch besonders für unsere im Folgenden gezeichnete
Vision der Zukunft Augsburgs einsetzen.

1. Klimaneutralität bis 2035

Wir bekennen uns ohne wenn und aber dazu, Augsburg bis zum Jahr 2035
klimaneutral zu machen.

Dafür müssen wir:
– Die Instrumente des Wahlprogramms weiter fassen, da wo sie zu kurz kommen
– Uns im Falle einer Regierungsbeteiligung mit Nachdruck in
– Koalitionsverhandlungen für effektiven Klimaschutz einsetzen
– Eng im Austausch mit Klimaschutzinitiativen, Aktivisti und
Wissenschaftler*innenagieren
– Transparenz nach außen zeigen, wenn eine Maßnahme oder ein Vorhaben im
Klimaschutzbereich scheitert

2. Zoo-Transformation: Vom Unterhaltungsbetrieb zum Naturbildungszentrum

Der Zoo Augsburg soll schrittweise in ein modernes, tierfreies
Naturbildungszentrum umgewandelt werden. Die Ausstellung von Tieren zur
Unterhaltung ist kein zeitgemäßes Freizeitangebot mehr.

Konkret bedeutet das:
– Bildungsangebote verstärkt in städtische Einrichtungen wie das
Umweltbildungszentrum verlagern
– Artenschutz klar vom Freizeitbetrieb trennen und auf den Schutz von
Lebensräumen vor Ort ausrichten statt auf Import von Tieren
– Bis zur Transformation: volle Transparenz über gehaltene, bedrohte und
ausgewilderte Arten

3. Schultoiletten: Würde ist nicht verhandelbar

Schüler*innen, die den ganzen Tag nicht auf die Toilette gehen, weil der Zustand
unzumutbar ist – das ist Realität in Augsburg. Diese Situation beenden wir.

Wir wollen erreichen, dass bis Ende der kommenden Legislaturperiode sämtliche
sanierungsbedürftigen Schultoiletten erneuert werden – mit einem verbindlichen
Fahrplan nach dem Prinzip „worst first“.

4. Kostenloser ÖPNV für junge Menschen – und eine echte City-Zone

Mobilität darf keine Frage des Geldbeutels sein. Wir wollen, dass Schüler*innen,
Auszubildende und Studierende den ÖPNV in Augsburg kostenlos nutzen können.

Außerdem streben wir an, die kostenlose City-Zone auf das gesamte Gebiet der
Zone 10 auszuweiten – damit der Umstieg auf Bus und Tram für alle einfacher
wird.

5. Ringverbindung: Augsburg braucht Querverbindungen

Wer heute quer durch Augsburg will, fährt erstmal in die Innenstadt und wieder
raus. Das ist ineffizient und kostet Zeit.

Unsere Ziele sind:
– Kurzfristig eine ringförmige Buslinie, die die Tramlinien auf Höhe der
Zone 20 direkt verbindet, zu etablieren.
– Langfristig ein Konzept für eine echte Ringbahn, basierend auf einer
Evaluation der Fahrgastströme, zu erarbeiten.

6. Psychische Gesundheit für Kinder, Jugendliche und Familien – schnell und unkompliziert

Psychische Erkrankungen sind längst kein Randthema mehr – sie betreffen jede
Generation, jede Schicht, jede Familie. Besonders alarmierend: Die psychische
Belastung bei Kindern und Jugendlichen hat in den letzten Jahren massiv
zugenommen. Gleichzeitig warten Betroffene oft monatelang auf einen
Therapieplatz, während sich ihre Situation verschlechtert. Das ist nicht
hinnehmbar.

Eine Stadt, die es ernst meint mit der Gesundheit ihrer Bürger*innen, muss hier
handeln – nicht irgendwann, sondern jetzt. Deshalb setzen wir uns ein für:

Eine städtische Anlauf- und Beratungsstelle für Jugendliche (16–28 Jahre)
– in Zusammenarbeit mit dem Bezirk Schwaben, mit professioneller
psychologischer Beratung durch ein multiprofessionelles Team, unabhängig,
vertraulich und niedrigschwellig.

Eine zentrale Anlaufstelle für die Therapieplatzsuche – die Betroffene
aktiv unterstützt: beim Vereinbaren von Erstgesprächen, beim Herstellen
von Kontakten zu Therapeut*innen, beim Navigieren durch ein überfordertes
System. Im besten Fall übernimmt sie sogar Anrufe bei der
Terminvermittlung.

Konsequenten Einsatz für mehr Therapieplätze – durch politischen Druck auf
die Landesregierung zur Schaffung weiterer Kassensitze für
Psychotherapeut*innen in Bayern und durch eigene städtische Anreize.

Ausbau der psychologischen Beratungsstellen und mehr Unterstützung für
Eltern mit Beeinträchtigungen.

7. Starke Kitas brauchen starke Fachkräfte

Die Kitas stehen unter hohen Druck und einzelne Verbesserungen reichen nicht
aus, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Unsere Kandidierenden
setzen sich deshalb für eine Personalpolitik ein, die pädagogische Arbeit ernst
nimmt, gute Arbeitsbedingungen schafft und Inklusion konsequent mitdenkt.

Wir setzen uns deshalb ein für:
– faire Bezahlung, die den Anforderungen des Berufs entspricht
– realistische Personalschlüssel zum Schutz von Kindern und Fachkräften
– keine private Vorfinanzierung von Materialien
– eine Ausbildungsvergütung, die den Lebensunterhalt deckt, sowie
Lernbedingungen, die moderne Pädagogik ermöglichen

8. Ein zukunftsfähiges Pädagogisches Institut für Augsburg

Die aktuelle pädagogische Arbeit steht vor neuen Herausforderungen. Themen wie
Inklusion, Digitalisierung, Sprachförderung und Nachhaltigkeit gehören längst
zum Alltag. Augsburg braucht deshalb ein Pädagogisches Institut, das Qualität
sichert und weiterentwickelt.

Wir setzen uns deshalb ein für ein Institut, das:
– Inklusion, Traumapädagogik, Heilpädagogik, Demokratiebildung und
Diversität als Grundpfeiler versteht
– gezielte Module für die stationäre Jugendhilfe entwickelt
– neue wissenschaftliche Erkenntnisse schnell in die Praxis überträgt

Wir wollen ein Institut, das nicht nur verwaltet, sondern Impulse setzt für
gerechte Bildung, echte Teilhabe und für eine Stadt, die Verantwortung für junge
Menschen übernimmt.

9. Stationäre Jugendhilfe stärken und sichtbar machen

Die stationäre Jugendhilfe ist ein zentraler, aber stark vernachlässigter
Bereich der Jugendpolitik. Fachkräftemangel, Unterfinanzierung und fehlende
Anerkennung gefährden die Qualität der Betreuung.

Deshalb gilt es für uns Folgendes umzusetzen:
– bessere personelle Ausstattung und faire Ausbildungs- und
Arbeitsbedingungen
– eine praxisnahe Ausbildung mit Fokus auf Trauma, psychische Belastungen
und Behinderungen
– Zuschüsse für notwendige Ausgaben wie Brillen, Kleidung, Fahrkarten,
Hobbys oder medizinische Leistungen

Stationäre Jugendhilfe ist kein Randthema, sondern Teil der öffentlichen
Verantwortung für Kinder und Jugendliche!

10. Eltern stärken durch einen freiwilligen, praxisorientierten Elternführerschein

Viele Eltern wünschen sich Sicherheit im Alltag und konkrete Methoden und Ideen,
um den Familienalltag souverän zu meistern. Unser Ziel ist es ihnen freiwillig
praktische und moderne Lernangebote anzubieten.

Wir setzen uns für einen modular aufgebauten Elternführerschein ein, der:

– freiwillig und kostenfrei ist
– keine Beratung oder Bewertung enthält
– wissenschaftlich fundiert und praxisnah ist
– für alle Familien offen ist, unabhängig von Herkunft, Sprache oder
sozialem Hintergrund

Der Elternführerschein soll sich an den realen Entwicklungsstufen von Kindern
und Jugendlichen orientieren, damit Eltern genau das lernen können, was sie in
dieser Phase brauchen. Dieser Führerschein soll ein Ort sein, an dem Familien
Wissen erwerben und Sicherheit gewinnen, ohne gesellschaftlichen Druck oder
Vorurteile. Er soll Kinder schützen, Eltern entlasten und Familien in ihrer
Vielfalt stärken.

11. Reproduktive Gesundheit: für eine queerfeministische, inklusive Gesundheitsversorgung in Augsburg

Gesundheit ist ein Menschenrecht. Trotzdem werden in Forschung, Praxis und
Versorgung noch immer überwiegend cis-männliche Körper als medizinische Norm
betrachtet. Erkrankungen, die spezifisch Frauen, inter, nicht-binäre, trans und
agender Personen betreffen, werden zu wenig erforscht und behandelt – mit
drastischen Folgen für Betroffene. Auch Wissen über Menstruation, Verhütung oder
sexuell übertragbare Infektionen wird nicht niedrigschwellig vermittelt.

Das betrifft derzeit auch Augsburg. Denn in einer Stadt wie Augsburg – der
drittgrößten Stadt Bayerns – ist es ein Skandal, dass Schwangerschaftsabbrüche
nur begrenz oder gar nicht angeboten werden können. Stand November 2024 gab es
in Augsburg keine Ärzt*innen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen.
Schwangere, die sich für einen Abbruch entscheiden, werden durch lange
Fahrtwege, etwa nach München oder Ulm, unnötig zusätzlich belastet.
Schwangerschaftsabbrüche sind Teil der Gesundheitsversorgung und müssen
wohnortnah, sicher und unkompliziert zugänglich sein – ohne moralische
Verurteilung und unnötige Hürden.

Deshalb möchten wir genau das im Stadtrat verändern und eine queerfeministische
Gesundheitsversorgung voranbringen. Wir setzen uns ein für eine Stadt Augsburg,alb
die gegen eine Stigmatisierung von Schwangerschaftsabbrüchen vorgeht.

Dazu zählt:
– eine städtische Informationsseite mit verständlichen und mehrsprachigen
Inhalten zum Ablaufeines Abbruchs, zu Beratungsstellen, rechtlichen
Rahmenbedingungen und medizinischen Angeboten
– eine Öffentlichkeitsarbeit der Stadt, die deutlich macht, dass
Schwangerschaftsabbrüche ein Teil der Gesundheitsversorgung sind und als
solche keine Tabuisierung und Stigmatisierung mit sich bringen dürfen
– eine Stadt, die sich proaktiv für den Ausbau der medizinischen Versorgung
einsetzt. Ärzt*innen, die Abbrüche durchführen oder entsprechende
Fortbildungen planen, sollen gezielte Unterstützung erhalten, etwa
durch Beratungen zu Fördermöglichkeiten oder durch Hilfe beim Aufbau
eigener Praxen.
– eine Stadt, die all ihre Einflussmöglichkeiten nutzt, um das
Universitätsklinikum Augsburg in die Pflicht zu nehmen,
Schwangerschaftsabbrüche als festen Bestandteil der medizinischen Aus- und
Weiterbildung zu verankern

My body, my choice muss auch in unserer Stadt uneingeschränkt und leicht
zugänglich für alle gelten und genau dafür kämpfen wir!

12. Grüne Maxstraße

Die Maximilianstraße soll zu einer „Grünen Maxstraße“ weiterentwickelt werden.
Ziel ist es, einen bislang auto-orientierten und stark versiegelten Raum in
einen klimaresilienten, jugendgerechten und lebendigen Stadtraum zu verwandeln.
Mehr Bäume, Entsiegelung, Schatten, Sitzgelegenheiten, attraktive
Außengastronomie sowie sichere und großzügige Flächen für Fuß- und Radverkehr
erhöhen die Aufenthaltsqualität und machen die Maxstraße zu einem Ort für alle.

Dafür braucht es zusätzlich:
– mehr Grün und Entsiegelung in der gesamten Augsburger Innenstadt
– die Maxstraße als Pilotprojekt und Vorbild für weitere Straßen und Plätze
– vernetzte Grünachsen für bessere Durchlüftung und Abkühlung der Stadt
– mehr schattige Aufenthaltsorte gegen Hitze und für alle Generationen
– eine Innenstadt als Ort zum Leben, Begegnen und Verweilen

06.07.2025

A1: Mobilität für alle: barrierearm, verlässlich und zukunftsorientiert

Augsburg braucht eine mutige Verkehrswende – für soziale Gerechtigkeit,
Klimaschutz und mehr Lebensqualität. Die GRÜNE JUGEND Augsburg fordert, dass der
Stadtverband Augsburg von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die folgenden Punkte zum Thema
Mobilität in sein Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2026 aufnimmt.

Der Vorstand der GRÜNEN JUGEND Augsburg wird beauftragt diese Forderungen im
Namen der GRÜNEN JUGEND Augsburg – in Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedern – im
Prozess der Erarbeitung des Wahlprogramms zur Kommunalwahl 2026 des
Stadtverbands Augsburg von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und gegebenenfalls durch
Änderungsanträge zu diesem Wahlprogramm einzubringen, sodass die hier
formulierten inhaltlichen Ziele Einzug in das Wahlprogramm finden. Es ist dem
Vorstand dabei insbesondere erlaubt, bereits im Wahlprogramm enthaltene
Forderungen nicht nochmal zu stellen und Formulierungen an den bestehenden Text
anzupassen. Dabei darf aber in keinem Fall der inhaltliche Sinn dieses Textes
verändert werden. Der Vorstand der GRÜNEN JUGEND Augsburg hat über das Vorgehen
bei der Einbringung und über die Ergebnisse bei der nächsten
Mitgliederversammlung Rechenschaft abzulegen.

ÖPNV barrierearm und verlässlich gestalten

Ein leistungsfähiger, bezahlbarer und klimafreundlicher öffentlicher Nahverkehr
ist das Rückgrat einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung. In Augsburg sehen wir
jedoch noch erheblichen Verbesserungsbedarf, um den ÖPNV zu einer echten
Alternative zum motorisierten Individualverkehr zu machen. Wir setzen uns für
einen ÖPNV ein, der allen Menschen – unabhängig von Alter, Einkommen oder
Wohnort – Mobilität ermöglicht.

Kostenfreiheit im ÖPNV ausweiten, insbesondere für junge Menschen

Mobilität ist ein Grundrecht und darf keine Frage des Geldbeutels sein. Wir
fordern daher ein kostenloses ÖPNV-Ticket für alle Menschen unter 18 Jahren
sowie für alle Personen, die in Augsburg eine Ausbildung absolvieren – egal ob
Auszubildende, Studierende oder Schüler*innen von weiterführenden Schulen.
Umweltfreundliche Mobilität muss für junge Menschen barrierefrei zugänglich
sein.

Darüber hinaus wollen wir, dass die bestehende City-Zone deutlich erweitert und
auf die gesamte Tarifzone 10 ausgedehnt wird. So ermöglichen wir mehr Menschen
die kostenfreie Nutzung des ÖPNV im Stadtgebiet und binden wichtige Haltestellen
wie den Bahnhof Haunstetterstraße oder das Curt-Frenzel-Stadion an. Zusätzlich
setzen wir uns dafür ein, dass alle Verbindungen zwischen dem Königsplatz und
den Park & Ride-Anlagen per Straßenbahn kostenlos nutzbar sind. Dies schafft
einen starken Anreiz, das Auto am Stadtrand stehen zu lassen und
umweltfreundlich ins Zentrum zu gelangen.

Dichtere Takte und bessere Arbeitsbedingungen für mehr Mobilität

Ein attraktiver ÖPNV braucht kurze Wartezeiten und verlässliche Taktung. Wir
fordern daher einen Mindest-Takt von 15 Minuten für alle Verbindungen im
Augsburger Stadtgebiet. Zu Kernzeiten sollen die Straßenbahnen mindestens im 6-
Minuten-Takt verkehren. Zudem müssen Nachtbusse täglich und durchgehend fahren,
damit Menschen auch nach Feierabend, Konzerten oder Clubbesuchen sicher nach
Hause kommen.

Attraktive Arbeitsbedingungen sind der Schlüssel zu einem zuverlässigen und gut
getakteten Nahverkehr. Um einen besser getakteten ÖPNV zu erreichen, muss der
dort aktuell bestehende Personalmangel behoben werden. Wir setzen uns für
bessere Arbeitsbedingungen für das ÖPNV-Personal ein und fordern die SWA auf,
innovative Arbeitsmodelle zu schaffen. Dazu gehört beispielsweise die
Möglichkeit für Studierende, als Straßenbahnfahrer*innen zu arbeiten – etwa in
Teilzeit oder während der Semesterferien.

Ringverbindung und Quervernetzung für ein zukunftsfähiges Netz

Das sternförmige Tramnetz in Augsburg entspricht nicht mehr den
Mobilitätsbedürfnissen einer modernen Stadt. Wer heute von einem Stadtteil in
einen anderen möchte, muss oft umständlich über den Königsplatz fahren. Wir
fordern daher die Einrichtung einer Ringverbindung, die die bestehenden
Tramlinien effizient miteinander verknüpft und direkte Verbindungen zwischen den
äußeren Stadtteilen ermöglicht.

Als Sofortmaßnahme setzen wir uns für eine ringförmige Schnellbuslinie ein, die
direkt laterale Verbindungen zwischen den Tramlinien auf Höhe der Tarifzone 20
herstellt. Langfristig wollen wir, dass, nach Evaluierung bestehender
Fahrgastströme, ein Konzept für eine echte „Ringbahn“ entwickelt wird, die das
bestehende Netz sinnvoll ergänzt und die Mobilitätswende in Augsburg
vorantreibt. Nur mit einem gut vernetzten, engmaschigen ÖPNV-Angebot können
Menschen langfristig vom Auto auf umweltfreundliche Alternativen umsteigen.

Individualverkehr neu denken

Die Stadt Augsburg muss ihrem Anspruch, Fahrradstadt zu sein, gerecht werden.
Eine zukunftsfähige Stadt braucht ein durchdachtes Verkehrskonzept, das alle
Verkehrsteilnehmer*innen gleichberechtigt behandelt. Während der ÖPNV das
Rückgrat unserer städtischen Mobilität bildet, müssen wir auch den
Individualverkehr neu gestalten – mit Vorrang für umweltfreundliche
Fortbewegungsmittel. Wir setzen uns für eine Stadt ein, in der Fußgänger*innen
und Radfahrer*innen sicher, schnell und komfortabel ans Ziel kommen. Paris hat
gezeigt, wie Autos zugunsten höherer Lebensqualität weichen können.

Fließender Verkehr für alle – nicht nur für Autos

Wir fordern die konsequente Einführung von „Grünen Wellen“ für alle
Verkehrsteilnehmer*innen. Besonders Radfahrer*innen sollen durch intelligente
Ampelschaltungen zügig vorankommen. Bis 2028 wollen wir eine flächendeckende
Optimierung der Ampelschaltungen für den Radverkehr umsetzen.

Als innovative Lösung setzen wir uns für die Einführung einer „Grüne-Welle-App“
ein, die Radfahrer*innen – aber auch Autos – die optimale Geschwindigkeit
anzeigt, um ohne Halt durch die Stadt zu kommen. Diese digitale Unterstützung
macht das Radfahren attraktiver und effizienter. Wir wollen Augsburg zur
Vorreiterstadt für smarte Fahrradmobilität machen.

Radverkehr sicher und attraktiv gestalten

Fahrradschutzstreifen auf der Straße bieten keine ausreichende Sicherheit für
Radfahrer*innen. Wir fordern den konsequenten Ausbau von baulich getrennten
Radwegen. Bis 2030 wollen wir, dass ein lückenloses Netz aus geschützter
Radinfrastruktur geschaffen wird, das alle Stadtteile verbindet. Wenn nötig,
müssen dafür Autospuren weichen – denn Klimaschutz und Verkehrssicherheit haben
Vorrang.

Besonders in der Innenstadt benötigen wir geschützte Räume, die auch Kinder und
ältere Menschen sicher mit dem Rad nutzen können. Wir setzen uns für die
Umwidmung von mindestens 30 weiteren Straßen zu Fahrradstraßen bis 2029 ein.
Daneben sollen in der Innenstadt mehr überdachte Abstellplätze für Fahrräder
installiert werden. Nur mit einer mutigen Radverkehrspolitik wird Augsburg zur
wirklich fahrradfreundlichen Stadt.

Zu Fuß unterwegs – ohne ewiges Warten

Fußgänger*innen werden in Augsburg systematisch benachteiligt. Die sogenannten
„Bettelampeln“ die nur bei Knopfdruck Fußgänger*innen Vorrang geben, zwingen
Menschen zu unnötigen Wartezeiten, während der Autoverkehr bevorzugt wird. Wir
fordern eine grundlegende Überarbeitung problematischer Ampelschaltungen mit dem
Ziel, Wartezeiten für Fußgänger*innen deutlich zu reduzieren. Ampeln müssen
schneller auf Anforderungen reagieren und in Hauptverkehrszeiten automatisch für
Fußgänger*innen schalten.

Zebrastreifen sind eine einfache und kostengünstige Lösung für sichere
Straßenüberquerungen. Wir setzen uns für deutlich mehr Zebrastreifen ein, zum
Beispiel am Hauptbahnhof, am Übergang zur Tram-Haltestelle. An breiten Straßen
wie beispielsweise der Kreuzung Kobelweg/B17 müssen Fußgängerüberwege neu
gestaltet werden, damit niemand beim Überqueren der Straße mehrfach auf
Grünphasen warten muss. Unser Ziel ist eine fußgängerfreundliche Stadt, in der
Menschen Vorrang vor Autos haben.

Lebenswerte Stadt durch Verkehrsberuhigung

Tempo 30 erhöht die Sicherheit, reduziert Lärm und verbessert die Luftqualität.
Wir fordern die Ausweitung von Tempo-30-Zonen auf das gesamte Stadtgebiet, mit
Ausnahme von Hauptverkehrsachsen. Besonders in Wohngebieten und vor Schulen,
Kitas und Senioreneinrichtungen muss Tempo 30 konsequent umgesetzt werden. Vor
Schulen in der Innenstadt, wo Raum für Schüler*innen in den Pausen oft rar ist,
sollen temporär autofreie Zonen eingerichtet werden, die beispielsweise durch
ausfahrbare Poller sichere Räume für Schüler*innen in Pausen und vor sowie nach
dem Unterricht schaffen.

Langfristig streben wir eine – von Anwohnenden und Lieferverkehr abgesehen –
autofreie Innenstadt an. In einem ersten Schritt wollen wir, dass bis 2029 der
Durchgangsverkehr aus der Altstadt verbannt wird und mehr verkehrsberuhigte
Bereiche geschaffen werden. Eine Stadt mit weniger Autos bedeutet mehr Platz für
Menschen, mehr Sicherheit und eine höhere Lebensqualität für alle. Wir setzen
uns für eine mutige Verkehrswende ein, die Augsburg zu einer Vorzeigestadt für
nachhaltige Mobilität macht.

Daneben kann auch die verstärkte Ausweisung von Einbahnstraßen einen Beitrag
dazu leisten, Platz für den Fahrrad- und Fußverkehr, aber auch für
Aufenthaltsflächen und Bepflanzung zu schaffen. Hier können Städte in den
Niederlanden zum Vorbild genommen werden, wie Autos zwar weiterhin einen Platz
im Verkehrskonzept haben, aber gleichzeitig genug Raum für andere
Verkehrsteilnehmende geschaffen wird.
A2: Tierschutz neu denken: Für ein tierleidfreies Augsburg

Augsburg kann mehr als bloß verwalten – wir können gestalten. Eine moderne
Stadtgesellschaft muss sich die Frage stellen, wie wir mit nicht-menschlichen
Lebewesen umgehen und ob Orte wie Zoos oder Tierzirkusse noch zeitgemäß sind.
Tiere in Gefangenschaft, vorgeführt zur Belustigung oder unter unwürdigen
Haltungsbedingungen, widersprechen dem ethischen Anspruch einer Stadt, die sich
für Klima-, Umwelt- und Tierschutz stark macht.

Wir setzen uns für ein Augsburg ein, das Tierleid nicht ignoriert, sondern
Verantwortung übernimmt. Eine Stadt, die konsequent für den Schutz von Tieren
eintritt, muss auch bereit sein, alte Strukturen zu hinterfragen – und neue Wege
zu gehen. Tierfreie Bildung, tierfreie Unterhaltung und eine tierleidfreie
Ernährung sind dabei zentrale Bausteine einer zukunftsfähigen, empathischen
Stadtpolitik.

Der Vorstand der GRÜNEN JUGEND Augsburg wird beauftragt diese Forderungen im
Namen der GRÜNEN JUGEND Augsburg – in Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedern – im
Prozess der Erarbeitung des Wahlprogramms zur Kommunalwahl 2026 des
Stadtverbands Augsburg von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und gegebenenfalls durch
Änderungsanträge zu diesem Wahlprogramm einzubringen, sodass die hier
formulierten inhaltlichen Ziele Einzug in das Wahlprogramm finden. Es ist dem
Vorstand dabei insbesondere erlaubt, bereits im Wahlprogramm enthaltene
Forderungen nicht nochmal zu stellen und Formulierungen an den bestehenden Text
anzupassen. Dabei darf aber in keinem Fall der inhaltliche Sinn dieses Textes
verändert werden. Der Vorstand der GRÜNEN JUGEND Augsburg hat über das Vorgehen
bei der Einbringung und über die Ergebnisse bei der nächsten
Mitgliederversammlung Rechenschaft abzulegen.

Bildung von morgen, statt Tierverständnis von gestern

Der Augsburger Zoo steht sinnbildlich für ein überholtes Verständnis von
Tierhaltung. Statt Wildtiere weiterhin in Gefangenschaft zu halten, wollen wir
das Gelände schrittweise in ein innovatives, tierfreies Naturbildungszentrum
transformieren. Ziel ist eine vollständige Abkehr von der Haltung exotischer und
heimischer Tiere zu Schau- oder Unterhaltungszwecken. Ein solcher Wandel braucht
Zeit, Sorgfalt und Fachwissen.

Deshalb fordern wir einen sofortigen Stopp von Nachzuchten und Neuaufnahmen
sowie die Entwicklung eines umfassenden Rückbaukonzepts – in Zusammenarbeit mit
Expert:innen, NGOs wie PETA oder Pro Wildlife und anerkannten Auffangstationen
und Reservaten. Das Wohl der Tiere steht dabei im Mittelpunkt: Ihre Umsiedlung
soll verantwortungsvoll, tierschutzkonform und transparent erfolgen.

Parallel dazu soll ein modernes Bildungszentrum entstehen, das sich digital,
interaktiv und auf Augenhöhe mit Themen wie Artenvielfalt, Klimaschutz und
globalen ökologischen Zusammenhängen beschäftigt. Es geht um Lernen ohne
Ausstellen, um Empathie ohne Gehege – ein Bildungsort, der alle Generationen
erreicht, ohne Tierleid zu verursachen.

Damit der Prozess verbindlich bleibt, braucht es einen transparenten Stufenplan
mit klaren Meilensteinen, die jährlich überprüft werden. So wird aus einer
Vision konkrete Politik – und aus einem veralteten Zoo ein Bildungsraum der
Zukunft. Bis 2028 muss die Stadt, in Zusammenarbeit mit Expert:innen, einen Plan
erarbeiten, wie der Zoo bis spätestens 2040 wie oben beschrieben zurück- und
umgebaut werden kann.

Manege frei – ganz ohne Tierquälerei

Auch in anderen Bereichen wollen wir Tierleid nicht länger durch städtische
Strukturen unterstützen. Zirkusbetriebe mit Tieren – egal ob exotisch,
domestiziert oder aus der Nutztierhaltung – sollen auf städtischen Flächen
künftig keinen Platz mehr finden.

Zwar ist ein pauschales Verbot auf kommunaler Ebene rechtlich schwer
durchsetzbar, aber die Stadt hat durch ihre Flächenvergabe und
Genehmigungspraxis effektive Möglichkeiten, ein klares Zeichen zu setzen.

Mit einem entsprechenden Stadtratsbeschluss können wir Tierzirkusse von
öffentlichen Flächen ausschließen, gleichzeitig eine umfassende
Aufklärungskampagne starten und tierfreie Kulturformate gezielt fördern.
Artistik, Jonglage oder modernes Zirkustheater brauchen keine Tiere, um Menschen
zu begeistern – sie brauchen nur Raum und Wertschätzung.

Beim Essen – Tiere, Umwelt und Gesundheit nicht vergessen

Tierschutz beginnt nicht nur in Zoos oder Zirkuszelten, sondern vor allem auf
dem Teller. Eine pflanzenbasierte Ernährung schützt nicht nur Tiere, sondern
leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz sowie zur
eigenen Gesundheit. Dabei ist vegan leben längst keine Randerscheinung mehr,
sondern gewinnt zunehmend an Bedeutung in unserer Gesellschaft.

Deshalb schlagen wir vor, eine mehrjährige, umfassende städtische
Bildungskampagne unter dem Motto „Tierfrei für Tier, Mensch und Klima“ zu
starten. Diese Kampagne soll gemeinsam mit Schulen, Hochschulen, städtischen
Kantinen, Wochenmärkten und lokalen Initiativen umgesetzt werden. Ziel ist es,
Rezepte, Bildungsangebote, Kochaktionen und Informationsveranstaltungen breit
zugänglich zu machen und so pflanzenbasierte Ernährung im Alltag zu verankern.

Ein zentraler Baustein wird der städtisch initiierte „Vegane Monat“ in
öffentlichen Einrichtungen wie Mensen und Kantinen sein, der als Vorbild und
Anstoß für gesunde, nachhaltige Ernährung dienen soll. Parallel dazu wollen wir
einen Fördertopf für die Gastronomie schaffen, der Gastronomen unterstützt,
vegane Angebote auszubauen und sichtbar zu machen. Insbesondere auf öffentlichen
Veranstaltungen wie dem Plärrer oder Christkindlesmarkt muss ein ausreichendes
Angebot an veganen Speisen verpflichtend sein.

Mit dieser Kampagne kann Augsburg nicht nur eine Vorreiterrolle im Tierschutz
übernehmen, sondern auch zeigen, wie Ernährung, Umweltbildung und Klimaschutz
Hand in Hand gehen – zum Wohl von Tier, Mensch und Natur.
A3: Eine Stadt für alle: Migration gerecht gestalten und Integration aktiv fördern

Augsburg ist schon immer ein Ort der Vielfalt – von den Fuggern bis hin zu den
heute hier lebenden internationalen Communities. Doch Vielfalt und Integration
geschehen nicht von selbst. Integration braucht eine aktive, verbindliche
Haltung und Engagement. Menschen, die in Augsburg leben, sollen sich hier sicher
und willkommen fühlen können und ein selbstverständlicher Teil der
Stadtgesellschaft sein – ganz gleich, welche Herkunft, Sprache oder welchen
Aufenthaltsstatus sie haben. Für uns ist klar: Integration ist keine
Einbahnstraße, sondern ein Prozess des Zusammenlebens, an dem alle
Augsburger*innen, egal ob hier geboren oder zugezogen, beteiligt sind.

Der Vorstand der GRÜNEN JUGEND Augsburg wird beauftragt diese Forderungen im
Namen der GRÜNEN JUGEND Augsburg – in Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedern – im
Prozess der Erarbeitung des Wahlprogramms zur Kommunalwahl 2026 des
Stadtverbands Augsburg von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und gegebenenfalls durch
Änderungsanträge zu diesem Wahlprogramm einzubringen, sodass die hier
formulierten inhaltlichen Ziele Einzug in das Wahlprogramm finden. Es ist dem
Vorstand dabei insbesondere erlaubt, bereits im Wahlprogramm enthaltene
Forderungen nicht nochmal zu stellen und Formulierungen an den bestehenden Text
anzupassen. Dabei darf aber in keinem Fall der inhaltliche Sinn dieses Textes
verändert werden. Der Vorstand der GRÜNEN JUGEND Augsburg hat über das Vorgehen
bei der Einbringung und über die Ergebnisse bei der nächsten
Mitgliederversammlung Rechenschaft abzulegen.

Verwaltung neu denken: Barrieren abbauen, Teilhabe ermöglichen

Ein erster Schritt für gelingende Integration ist eine Verwaltung, die nicht zur
Hürde wird. Noch immer sind viele städtische Formulare und Angebote nur in
Deutsch und häufig in schwer verständlicher Sprache verfügbar. Das benachteiligt
Menschen, die nicht perfekt Deutsch sprechen, oft erheblich – obwohl es längst
möglich ist, mehrsprachige und leicht verständliche Informationen anzubieten.

Wir fordern deshalb eine konsequente, niedrigschwellige Überarbeitung aller
städtischen Webportale, Formulare und Informationsangebote – mindestens in
Englisch, Arabisch, Ukrainisch und Leichter Sprache. Auch an öffentlichen Orten
wie Museen, Sportstätten oder Bibliotheken muss Mehrsprachigkeit
selbstverständlich sein, damit echte Teilhabe möglich wird und nicht nur
symbolische Willkommenskultur.

Integration braucht soziale Infrastruktur: Betreuung, Beratung, Unterstützung

Integration gelingt nur, wenn sie durch konkrete Investitionen begleitet wird.
Sprachkurse sind unverzichtbar, doch ihre Wirkung wird oft durch fehlende
Kinderbetreuung eingeschränkt. Eltern, die lernen wollen, brauchen verlässliche
Betreuungsmöglichkeiten – wir fordern daher öffentlich geförderte
Betreuungskonzepte, die parallel zu Sprach- und Integrationskursen laufen.

Gleichzeitig brauchen wir mehr Sozialarbeiter:innen, die sich gezielt den
Herausforderungen von Menschen mit Migrationsgeschichte widmen – sei es bei
Behördengängen, Bildungsfragen oder in akuten Krisensituationen. Diese
Fachkräfte sind unverzichtbar, um individuelle Hürden abzubauen und Integration
zu fördern.

Integration im öffentlichen Raum: Begegnung statt Abgrenzung

Eine gelungene Integration zeigt sich auch im Zusammenleben in den
Stadtvierteln. Geflüchtetenunterkünfte gehören nicht an den Rand der Stadt,
sondern mitten hinein. Dezentrale Unterbringung ermöglicht Begegnungen, die
Vorurteile abbauen und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken – Abgrenzung
dagegen fördert Spannungen. Augsburg soll sich deshalb klar zur dezentralen
Unterbringung bekennen und gleichzeitig Wohnraumförderung mit
Quartiersintegration verknüpfen.

Zusätzlich brauchen Vereine, Organisationen und Initiativen, die im Bereich
Migration tätig sind, mehr Unterstützung. Interkulturelle Bildungsarbeit, Sport-
und Kulturangebote schaffen wichtige Räume für Vernetzung und Teilhabe.

Vielfalt als Chance: Kultur fördern und feiern

Kulturelle Vielfalt ist keine Herausforderung, die man verwalten muss – sie ist
eine Bereicherung, die unterstützt und gefeiert werden sollte. Wir setzen uns
dafür ein, Kulturveranstaltungen mit Fokus auf verschiedene Herkunftskulturen
gezielt zu fördern. Interkulturelle Feste, migrantisch geprägte Theaterprojekte
und interreligiöse Begegnungstage müssen mehr als geduldet werden – sie sollen
als fester Bestandteil des städtischen Kulturlebens Anerkennung finden. Die
Stadt hat hier nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die Verantwortung, aus
Vielfalt echte Teilhabe und Zusammenhalt zu schaffen.

Verwaltung auf Augenhöhe: Erreichbarkeit und Service verbessern

Nicht zuletzt gehört eine faire und zugängliche Verwaltungspraxis zu sozialer
Gerechtigkeit. Die Ausländerbehörde muss für alle Menschen erreichbar sein –
nicht nur werktags vormittags. Wir fordern längere Öffnungszeiten, digitale
Terminvergaben und mehrsprachige Informationsangebote, um den Zugang zur
Verwaltung nicht zum Geduldsspiel, sondern zur Dienstleistung auf Augenhöhe zu
machen.
A4: Stadt für die Jugend, von der Jugend

Die Jugend Augsburgs muss eine größere Rolle bei der Planung und Gestaltung des
öffentlichen Raums einnehmen. Sie soll aktiv in die Planungen eingebunden
werden, anstatt dass man nur über sie spricht. Die GRÜNE JUGEND Augsburg
fordert, dass der Stadtverband Augsburg von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die folgenden
Punkte zum Thema Stadtplanung in ihrem Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2026
aufnimmt.

Der Vorstand der GRÜNEN JUGEND Augsburg wird beauftragt diese Forderungen im
Namen der GRÜNEN JUGEND Augsburg – in Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedern – im
Prozess der Erarbeitung des Wahlprogramms zur Kommunalwahl 2026 des
Stadtverbands Augsburg von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und gegebenenfalls durch
Änderungsanträge zu diesem Wahlprogramm einzubringen, sodass die hier
formulierten inhaltlichen Ziele Einzug in das Wahlprogramm finden. Es ist dem
Vorstand dabei insbesondere erlaubt, bereits im Wahlprogramm enthaltene
Forderungen nicht nochmal zu stellen und Formulierungen an den bestehenden Text
anzupassen. Dabei darf aber in keinem Fall der inhaltliche Sinn dieses Textes
verändert werden. Der Vorstand der GRÜNEN JUGEND Augsburg hat über das Vorgehen
bei der Einbringung und über die Ergebnisse bei der nächsten
Mitgliederversammlung Rechenschaft abzulegen.

Ausbau des Jugendforums und Schaffung neuer Partizipationsmöglichkeiten

Orte, wie zum Beispiel das Jugendforum, an denen junge Menschen sich engagieren,
ihre Ideen zeigen und sich politisch in der Stadt beteiligen können, sind
essentiell für Augsburg. Solche Orte müssen finanziell mehr gefördert und
ausgebaut werden, damit die Jugend mehr Projekte in der Stadt selbst mit auf die
Beine stellen kann.

Jugendliche, Kinder und junge Erwachsene sollen von der Stadt auf Augenhöhe an
der Planung und Gestaltung von Projekten, die sie direkt betreffen, beteiligt
werden.

Leerstände sanieren und bereitstellen

Es fehlen allgemein in Augsburg – und insbesondere für Jugendliche –
ausreichende Räume für Treffen und für konsumfreie Aktivitäten. Gleichzeitig
gibt es in Augsburg Orte wie das Schwabencenter oder das ehemalige Gebäude von
Galeria Karstadt, in denen Flächen für Geschäfte leer stehen und nicht genutzt
werden. Wir fordern daher von der Stadt, endlich tätig zu werden und diese
Leerstände in Gesellschaftsräume und Pop-Up-Stores umzubauen.

Es reicht aber nicht, nur den Platz zur Verfügung zu stellen. Die Stadt muss die
Menschen aktiv dazu motivieren, diesen Platz auch nutzen zu wollen.Dazu sollte
eine digitale Plattform aufgebaut werden, wo junge Menschen ihre Konzepte und
Projekte schnell und stichpunktartig der Stadt vorstellen und gegebenenfalls
auch Fragen geklärt werden können. Um solche Projekte auch in die Tat
umzusetzen, soll es ein Förderprogramm der Stadt geben, mit dem die Initiative
finanziell unterstützt wird.

Wir setzen uns mit Nachdruck dafür ein, dass in der nächsten Wahlperiode die
geplante Zweckentfremdungssatzung umgesetzt wird.

Spielplätze aufwerten und Nutzung erlauben

Spielplätze in Augsburg sollen aufgewertet und als inklusive lebendige Orte
sozialer Begegnung gestaltet werden. Dazu gehört eine regelmäßige Instandhaltung
ebenso wie eine attraktive Gestaltung mit Fokus auf Begrünung: Bäume und
schattenspendende Elemente schaffen ein angenehmes Mikroklima und erlauben auch
im Sommer die Nutzung.

Besonders wichtig ist eine barrierearme Gestaltung – mit Spielgeräten und
Zugängen, die auch von Kindern mit körperlichen Einschränkungen genutzt werden
können. Bei allen neu geplanten Spielplätzen muss dies ein verpflichtender Teil
der Gestaltung und Planung sein, bestehende Spielplätze müssen dementsprechend
nachgerüstet werden.

Um soziale Teilhabe zu fördern, sollen zudem Spielplätze in privaten
Wohnanlagen, wo immer möglich, öffentlich zugänglich gemacht werden – denn Spiel
und Begegnung dürfen weder vom Geldbeutel noch vom Wohnort abhängen. Wo nicht
durch Verordnungen umsetzbar, kann die Stadt durch finanzielle Beteiligungen
Anreize schaffen.

Nachtleben sicherer und konsumfreier gestalten

Wir fordern die Stadt dazu auf, Clubkultur nicht zu vernachlässigen und diesen
Bereich in die Arbeit der Popkulturbeuftragten einzugliedern.

Alle Augsburger Clubs sollen dazu aufgefordert werden, in Zusammenarbeit mit der
Popkulturbeauftragten ein Awareness-Konzept vorzulegen, um die Sicherheit der
Feiernden zu gewährleisten. Insbesondere sollen dabei auch vertrauenswürdige
Möglichkeiten geschaffen werden, sich bei Problemen, Schwierigkeiten,
Fehlverhalten und Übergriffen an ein dafür ausgebildetes und geschultes Team zu
wenden.

Wir wollen auch konsumfreie Möglichkeiten weiter ausbauen, um jede*n am
Nachtleben der Stadt teilhaben zu lassen. Wir möchten neben bereits bestehenden
Open Air Veranstaltungen weitere Musik- und Theateraufführungen an öffentlichen
Plätzen ermöglichen und es attraktiv für Künstler*innen machen, dort ihre
eigenen Konzepte auszuprobieren.

Gerade Jugendliche sollen dadurch motiviert werden, sich kulturell auszuleben
und einzubringen, ohne auf ihren Geldbeutel achten zu müssen.
A5: Für ein feministisches Gesundheitssystem in Augsburg: Schwangerschaftsabbrüche enttabuisieren, Gesundheitsversorgung verbessern

Die GRÜNE JUGEND Augsburg fordert, dass der Stadtverband von BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN Augsburg sich im Rahmen der Kommunalwahl 2026 klar für eine
queerfeministische, inklusive und barrierefreie Gesundheitsversorgung einsetzt.
Insbesondere beim Thema Schwangerschaftsabbruch braucht es endlich
Verbesserungen – die aktuelle Versorgungslage ist unhaltbar.

Der Vorstand der GRÜNEN JUGEND Augsburg wird beauftragt, diese Forderungen im
Namen der GRÜNEN JUGEND Augsburg – in Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedern – im
Prozess der Erarbeitung des Wahlprogramms zur Kommunalwahl 2026 des
Stadtverbands Augsburg von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und gegebenenfalls durch
Änderungsanträge zu diesem Wahlprogramm einzubringen, sodass die hier
formulierten inhaltlichen Ziele Einzug in das Wahlprogramm finden. Es ist dem
Vorstand dabei insbesondere erlaubt, bereits im Wahlprogramm enthaltene
Forderungen nicht nochmal zu stellen und Formulierungen an den bestehenden Text
anzupassen. Dabei darf aber in keinem Fall der inhaltliche Sinn dieses Textes
verändert werden. Der Vorstand der GRÜNEN JUGEND Augsburg hat über das Vorgehen
bei der Einbringung und über die Ergebnisse bei der nächsten
Mitgliederversammlung Rechenschaft abzulegen.

Gesundheitsversorgung braucht feministische Perspektiven

Gesundheit ist ein Menschenrecht. Trotzdem werden in Forschung, Praxis und
Versorgung noch immer überwiegend cis-männliche Körper als medizinische Norm
betrachtet. Erkrankungen, die spezifisch Frauen, inter, nicht-binäre, trans und
agender Personen betreffen, werden zu wenig erforscht und behandelt – mit
drastischen Folgen für Betroffene. Auch Wissen über Menstruation, Verhütung oder
sexuell übertragbare Infektionen wird nicht niedrigschwellig vermittelt. Das
muss sich ändern.

Die Stadt Augsburg muss sich hier aktiv positionieren und regelmäßig
öffentlichkeitswirksame und mehrsprachige Informationskampagnen zur sexuellen
und reproduktiven Gesundheit auf den Weg bringen. Dazu gehören beispielsweise
digitale Anzeigen in öffentlichen Verkehrsmitteln, Plakate in öffentlichen
Einrichtungen, sowie Broschüren, die über Krankheiten, Vorsorge und körperliche
Selbstbestimmung informieren. Auch digitale Formate – etwa über die städtischen
Social-Media-Kanäle – sollen in enger Zusammenarbeit mit dem
Gleichstellungsbüro, dem Gesundheitsamt, sowie queerfeministischen Akteur*innen
umgesetzt werden. Diese Materialien sollen barrierefrei und mehrsprachig
bereitgestellt werden. Ergänzend braucht es niedrigschwellige und barrierefreie
Veranstaltungsreihen, Workshops und Vorträge zu Themen wie Menstruation,
Verhütung, reproduktive Rechte und Schwangerschaftsabbrüche. Diese
Veranstaltungen sollen gemeinsam mit queerfeministischen Initiativen aus der
Stadtgesellschaft, Fachstellen und medizinischem Personal konzipiert werden.
Darüber hinaus sollen in allen städtischen Gebäuden Menstruationsprodukte
kostenfrei zur Verfügung stehen. Die Stadt soll ferner ein Programm konzipieren,
das Wohnungslosen Menstruationsprodukte kostenlos zugänglich macht.

Versorgungslage verbessern: Schwangerschaftsabbrüche ermöglichen

In einer Stadt wie Augsburg – der drittgrößten Stadt Bayerns – ist es ein
Skandal, dass Schwangerschaftsabbrüche nicht angeboten werden können. Stand
November 2024 gab es in Augsburg keine Ärzt*innen, die Schwangerschaftsabbrüche
durchführen. Schwangere, die sich für einen Abbruch entscheiden, werden durch
lange Fahrtwege, etwa nach München oder Ulm, unnötig zusätzlich belastet.
Schwangerschaftsabbrüche sind Teil der Gesundheitsversorgung und müssen
wohnortnah, sicher und unkompliziert zugänglich sein – ohne moralische
Verurteilung und unnötige Hürden.

Die Stadt Augsburg muss hier Verantwortung übernehmen und sich aktiv gegen die
Stigmatisierung von Schwangerschaftsabbrüchen stellen und Informationen
bereitstellen, die Betroffene wirklich unterstützen. Dazu gehört eine städtische
Informationsseite mit verständlichen und mehrsprachigen Inhalten zum Ablauf
eines Abbruchs, zu Beratungsstellen, rechtlichen Rahmenbedingungen und
medizinischen Angeboten. Außerdem muss die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt
deutlich machen, dass Schwangerschaftsabbrüche ein Teil der
Gesundheitsversorgung sind und als solche keine Tabuisierung und Stigmatisierung
mit sich bringen dürfen.

Darüber hinaus fordern wir, dass sich die Stadt proaktiv für den Ausbau der
medizinischen Versorgung einsetzt. Ärzt*innen, die Abbrüche durchführen oder
entsprechende Fortbildungen planen, sollen gezielte Unterstützung erhalten, etwa
durch Beratungen zu Fördermöglichkeiten oder durch Hilfe beim Aufbau eigener
Praxen. Ebenso soll die Stadt ihre Einflussmöglichkeiten nutzen, um das
Universitätsklinikum Augsburg in die Pflicht zu nehmen, Schwangerschaftsabbrüche
als festen Bestandteil der medizinischen Aus- und Weiterbildung zu verankern.

Reproduktive Rechte gemeinsam stärken

Medizinische Grundversorgung für alle entsteht nicht im Alleingang. Die Stadt
Augsburg muss die bereits engagierten Gruppen, Vereine und Initiativen, die sich
für reproduktive Rechte und eine inklusive Gesundheitsvorsorge, die auch die
Bedürfnisse von inter, nicht-binären, trans und agender Personen vertreten,
einsetzen, dauerhaft und institutionell stärken. Ihre Arbeit muss sichtbar
gemacht und systematisch in die kommunale Gesundheits- und
Gleichstellungspolitik eingebunden werden.
A6: Mentale Gesundheit in den Mittelpunkt – Kommunale Verantwortung ernst nehmen

Psychische Gesundheit ist ein Menschenrecht – und muss als solches auch auf
kommunaler Ebene ernst genommen werden. Die GRÜNE JUGEND Augsburg fordert, dass
der Stadtverband Augsburg von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die folgenden Punkte zum
Thema mentale Gesundheit in sein Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2026 aufnimmt.

Der Vorstand der GRÜNEN JUGEND Augsburg wird beauftragt diese Forderungen im
Namen der GRÜNEN JUGEND Augsburg – in Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedern – im
Prozess der Erarbeitung des Wahlprogramms zur Kommunalwahl 2026 des
Stadtverbands Augsburg von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und gegebenenfalls durch
Änderungsanträge zu diesem Wahlprogramm einzubringen, sodass die hier
formulierten inhaltlichen Ziele Einzug in das Wahlprogramm finden. Es ist dem
Vorstand dabei insbesondere erlaubt, bereits im Wahlprogramm enthaltene
Forderungen nicht nochmal zu stellen und Formulierungen an den bestehenden Text
anzupassen. Dabei darf aber in keinem Fall der inhaltliche Sinn dieses Textes
verändert werden. Der Vorstand der GRÜNEN JUGEND Augsburg hat über das Vorgehen
bei der Einbringung und über die Ergebnisse bei der nächsten
Mitgliederversammlung Rechenschaft abzulegen.

In Augsburg – wie überall – steigen die Belastungen, insbesondere bei jungen
Menschen. Stress, Leistungsdruck, Einsamkeit, familiäre Konflikte und die Folgen
multipler Krisen führen dazu, dass immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene
mit psychischen Problemen kämpfen. Trotzdem bleibt die Versorgungslage prekär:
Beratungseinrichtungen sind überlastet, Therapieplätze fehlen, und Angebote sind
oft zu bürokratisch, zu stigmatisierend oder schlicht nicht sichtbar.

Jugendliche nicht alleine lassen: Beratungsangebote für junge Menschen schaffen

Die Stadt Augsburg muss Verantwortung übernehmen und ihre Rolle im Bereich
mentaler Gesundheit aktiv gestalten. Wir fordern deshalb, dass psychische
Gesundheit ein zentraler Bestandteil der städtischen Sozial- und
Gesundheitspolitik wird. Dazu gehört insbesondere die Schaffung einer eigenen
städtisch (mit)finanzierten Beratungsstelle für Jugendliche und junge Erwachsene
im Alter von 16 bis 28 Jahren. Diese Einrichtung soll professionelle
psychologische Beratung anbieten – unabhängig, vertraulich und niedrigschwellig.
Wie bei anderen Altersgruppen üblich, muss das Angebot von einem qualifizierten,
multiprofessionellen Team getragen werden. Dabei ist Mehrsprachigkeit notwendige
Voraussetzung, ebenso wie die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit dem Bezirk
Schwaben.

Bestehende Beratungsangebote ausbauen

Auch bestehende Beratungsstellen in Augsburg brauchen mehr Unterstützung. Die
Stadt soll den Ausbau dieser Einrichtungen aktiv vorantreiben – sei es durch
zusätzliche Räume, mehr Personal oder finanzielle Förderungen. Besonderes
Augenmerk gilt dabei dem schulischen und hochschulischen Bereich. In (Berufs-)
Schulen, Hochschulen und Universitäten braucht es mehr Schulpsycholog*innen,
offene Sprechstunden, Informationsangebote zu Stress, Mobbing und mentaler
Gesundheit sowie thematische Veranstaltungen. All diese Angebote müssen
sichtbar, verständlich und mehrsprachig sein.

Hilfe bei der Therapieplatzsuche ermöglichen

Ein weiteres Hindernis für viele Menschen ist die überfordernde Suche nach einem
Therapieplatz. Wir fordern deshalb die Einrichtung einer zentralen städtischen
Anlaufstelle, die bei genau dieser Suche unterstützt. Sie soll Ratsuchenden
dabei helfen, Erstgespräche zu vereinbaren, Kontakte zu Therapeut*innen
herzustellen oder sich in das System einzuarbeiten – im besten Fall übernimmt
sie auch aktiv Anrufe bei der Terminvermittlung. Ergänzend dazu soll die Website
der Stadt eine regelmäßig aktualisierte Übersicht über Therapeut*innen im
Stadtgebiet enthalten, inklusive Kontaktdaten und Themenschwerpunkten,
angebotenen Therapiesprachen und Verfügbarkeiten. Die Website der Stadt Augsburg
kann dabei auf bereits existierende Übersichten, wie etwa der Kassenärtzlichen
Vereinigung Bayerns, verweisen. Daneben sollen auch digitale Angebote, die rund
um die Uhr erreichbar sind, wie ein Krisen-Chat oder digitale Chatbots zur
anonymen Erstorientierung eingerichtet werden.

Mentale Gesundheit sichtbar machen: Öffentlichkeitswirksame Kampagnen zur Entstigmatisierung

Um langfristig das Stigma rund um psychische Erkrankungen abzubauen, braucht es
darüber hinaus regelmäßig stattfindende, öffentlichkeitswirksame Kampagnen. Die
Stadt Augsburg soll deshalb Kampagnen zur mentalen Gesundheit initiieren – etwa
anlässlich des Mental Health Days oder des Suicide Awareness Days und darüber
hinaus. Diese Kampagnen müssen sichtbar sein – in der Stadtbücherei, auf
digitalen Anzeigen, in Bussen und Trams, in städtischen Einrichtungen, auf
Social Media und durch Plakatierungen im öffentlichen Raum. Daneben soll in der
Stadtbücherei ein Thementisch zu mentaler Gesundheit eingerichtet werden. Die
Kampagne soll nicht nur informieren, sondern auch auf bestehende Angebote
hinweisen und deutlich machen: Psychische Gesundheit geht uns alle an. Auch
hierbei ist Mehrsprachigkeit unabdingbar. Wichtig ist zudem, dass diese
Kampagnen in Bildungsinstitutionen getragen werden – psychische Gesundheit
gehört ins Klassenzimmer, in die Berufsschule und in die Uni.

Die Stadt als Arbeitgeberin: Vorbild bei psychischer Gesundheit

Die Stadt Augsburg hat auch als Arbeitgeberin eine Verantwortung. Deshalb
fordern wir, dass städtische Mitarbeitende gezielte Angebote zur Förderung ihrer
mentalen Gesundheit erhalten. Dazu gehören präventive Schulungen zu
Stressbewältigung und Resilienz, regelmäßige Sensibilisierungs-Workshops für
Führungskräfte sowie interne, vertrauliche Beratungsangebote. Die Stadt soll
Programme der betrieblichen Gesundheitsförderung aktiv nutzen, insbesondere
solche, die von Krankenkassen getragen werden. Nach längerer – auch psychischer
– Erkrankung muss das betriebliche Eingliederungsmanagement gestärkt werden.
Mitarbeitende sollen durch angepasste Arbeitsbedingungen schrittweise und stabil
zurückkehren können. Diese Maßnahmen müssen transparent kommuniziert werden,
etwa auf der städtischen Website – das schafft Vertrauen, baut Stigma ab und
setzt Maßstäbe, auch für andere Arbeitgeber*innen in Augsburg. Darüber hinaus
soll die Stadt Augsburg Unternehmen im Stadtgebiet bei Bedarf bei der
Erarbeitung von Präventionsmaßnahmen und psychischer Gesundheitsförderung
unterstützen.

Rückzugsorte in der Stadt schaffen

Neben konkreten Angeboten braucht es auch Orte der Erholung und Entspannung. Die
Stadt soll in öffentlichen Gebäuden reizfreie, ruhige Räume schaffen, die allen
Menschen offenstehen, die einen Rückzugsort brauchen. Auch im Freien sollen
Plätze entstehen, die gezielt zum Durchatmen einladen – sei es durch
Sitzgelegenheiten, schattige Rückzugsorte oder durch bewusst reizarm gestaltete
Stadträume.

Therapieplätze ausbauen

Schließlich ist klar: So wichtig kommunale Maßnahmen sind – sie allein reichen
nicht. Die Stadt Augsburg muss politischen Druck auf die Landesregierung
ausüben, damit endlich mehr Kassensitze für Psychotherapeut*innen in Bayern und
dadurch in Augsburg geschaffen werden. Darüber hinaus soll die Stadt prüfen,
welche finanziellen oder infrastrukturellen Anreize sie selbst setzen kann,um
Therapeut*innen in Augsburg zu halten oder neu zu gewinnen.

Psychische Gesundheit muss auch als kommunale Aufgabe verstanden werden. Die
Stadt Augsburg hat die Möglichkeit, hier Vorreiterin zu sein – mit konkreten
Angeboten, klaren Informationen, niedrigschwelliger Unterstützung und einem
entschlossenen Kampf gegen Stigmatisierung. Insofern es notwendig oder sinnvoll
ist, sollen die oben geforderten Maßnahmen mit dem Bezirk Schwaben abgestimmt
und gemeinsam umgesetzt werden. Die geforderten Maßnahmen sollen regelmäßig
evaluiert und bei Bedarf stetig weiter ausgebaut werden.
A7: Ein nachhaltiges und grünes Augsburg von morgen

Klimaschutz ist Menschenschutz.

Flächen entsiegeln!

Augsburg hat schon heute ein massives Hitzeproblem im Sommer, das mit steigenden
Temperaturen nur noch schlimmer werden wird. Wir fordern deshalb ein
Hitzekonzept für Augsburg, damit unsere Stadt auch in Zukunft lebenswert bleibt.
Als Stadt mit über 50% versiegelter Gesamtfläche spielt Entsiegelung dabei eine
entscheidende Rolle. In der ganzen Stadt sind möglichst große Flächen zu
entsiegeln, um eine Aufheizung des Mikroklimas zu verhindern, was nebenbei auch
einen Beitrag zur Schwammstadt leistet. Beispielsweise ist die große
Parkplatzfläche bei der Messe zu entsiegeln, aber auch andere Flächen, auf deren
Nutzung die Stadt Einfluss hat, müssen möglichst weitgehend entsiegelt werden.
In dem Konzept sollte für alle Flächen, auf deren Entsiegelung die Stadt
hinwirken könnte, die Machbarkeit der Entsiegelung und deren Wirkung geprüft
werden. Jährliche Ziele sind durch den Stadtrat zu beschließen, um eine
kontinuierliche Entsiegelung sicherzustellen. Zudem sollen Ideen aus anderen
Städten aufgenommen werden, soweit diese auf Augsburg übertragbar sind.

Mehr Bäume!

Der Folgeschritt muss eine zumindest teilweise Bepflanzung der entsiegelten
Flächen sein. Nicht nur an der Messe sollen mehr Bäume gepflanzt werden, sondern
insbesondere auch auf dem Rathausplatz und in der Maxstraße. Nur wenn eine
Bepflanzung andernfalls überhaupt nicht umsetzbar wäre, soll auf Bäume in Kübeln
als letztes Mittel zurückgegriffen werden.

Haltestellen begrünen!

Einen weiteren Beitrag kann die Begrünung von Haltestellen leisten. Diese tragen
zur Verbesserung des gesamten Stadtklimas bei, bieten Insekten Lebensraum,
kühlen aber auch im Sommer die Haltestellen. Neubauten sollen verpflichtend zu
begrünen sein und daneben jährlich eine bestimmte Anzahl an Bestandshaltstellen
begrünt werden, sodass nach und nach alle Haltestellen begrünt sind. Als
Zielmarke sollten hier mindestens 5% der bestehenden Haltestellen pro Jahr
stehen. Zudem soll geprüft werden, ob zusätzlich Photovoltaikanlagen an den
Haltestellen angebracht werden können.

Urban Gardening fördern!

Die Stadt hat Urban Gardening Projekte zu fördern. Dies enthält insbesondere die
Bereitstellung von Flächen durch die Stadt, die dann von der Nachbarschaft
gepflegt werden. Das fördert die Gemeinschaft der Nachbar*innen, die
Verbundenheit zur Natur, Urban Gardening kann aber auch zur Verbesserung des
Stadtklimas beitragen und macht Quartiere lebenswerter. Es stellt eine
Entlastung des Amtes für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen dar, wenn
Flächen durch einen Verbund der Anwohnenden gepflegt werden. Wir fordern, dass
die Gemeinschaften finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt bekommen, dass sie
Blumen und Erde kaufen können und keine eigenen Gelder einsetzen müssen, sodass
alle am Projekt teilnehmen können. Soweit weitere Anforderungen bestehen, hat
die Stadt hier eine bestmögliche Unterstützung bereitzustellen. Wir fordern in
der Folge eine Anerkennung der Arbeit der Ehrenamtlichen, etwa durch eine
Einladung zu einem Empfang durch die Stadt.

Flüsse wieder in naturnahe Zustände versetzen!

Die Begradigung von Flüssen sollte, soweit möglich, rückgängig gemacht werden.
Das ist die beste Möglichkeit für konkreten Hochwasserschutz. Das Flussbett kann
sich dann bei Überschwemmungen natürlich ausbreiten und steigt nicht über die
vorgegebenen baulichen Grenzen. Die Projekte LiccaLiber und Wertach Vital sollen
weitergeführt und durch die Stadt Augsburg bestmöglich unterstützt werden und
zusätzlich geprüft werden, inwieweit die Begradigung anderer Gewässer (z.B.
Lochbach) rückgängig gemacht werden können. Auch eine abschnittsweise Rückkehr
zum natürlichen Zustand soll dabei geprüft werden.

Kanustrecke klimafest machen!

Wir fordern, dass die Kanustrecke klimafest gemacht wird. Auch bei niedrigen
Wasserständen sollte die Nutzung der Strecke sichergestellt sein. Die
Kanustrecke stellt einen wichtigen Teil der Augsburger Identität dar und muss
unabhängig vom Zuschlag zu Olympia 2040 erhalten werden.

Moore bewässern, Wald aufforsten!

Eine Wiedervernässung der Moore ist beim Kampf gegen den Klimawandel
unerlässlich. Flächen der Stadt Augsburg sind auf die Eignung für entsprechende
Projekte zu überprüfen. Auch der Stadtwald muss klimafest gemacht werden für die
veränderten Bedingungen, die der Klimawandel mit sich bringt. Bestehende
Projekte sind weiterzuführen und soweit nötig, zu intensivieren.

Keine Privatfeuerwerke!

Privatfeuerwerk setzt enorm viele Schadstoffe frei, sodass die Luftbelastung am
ersten Tag des Jahres vielerorts so hoch ist wie sonst im ganzen Jahr nicht.
Asthmatiker werden besonders betroffen, Geflüchtete in Traumasituationen
zurückversetzt, Haus- und Wildtiere werden in Angst und Schrecken versetzt. Die
Kombination mit Alkohol führt jedes Jahr zu Dutzenden, teils Schwerverletzten –
wobei vielfach auch Unbeteiligte betroffen sind – und Sachschäden. Private
Feuerwerke sollten deshalb auch am 31.12., wie im restlichen Jahr, im gesamten
Stadtgebiet untersagt sein. Eine zentrale Veranstaltung seitens der Stadt mit
einer Drohnen- oder Lasershow kann die Faszination von Licht und die gemeinsame
Feierstimmung ersetzen und schützt dabei Mensch, Umwelt und Tiere.

Ausweitung der Bibliothek der Dinge!

Die Bibliothek der Dinge sollte weiter ausgebaut werden. Wir fordern, dass
jegliche Gegenstände, die nicht täglich gebraucht werden, in ausreichender Zahl
angeboten werden. So sollen beispielsweise auch Bohrmaschinen und andere
Maschinen, die man selten braucht, aber teuer in der Anschaffung sind,
ausleihbar sein. Dieses Angebot sollte kostenlos bzw. rein auf Kautionsbasis zur
Verfügung stehen. Zudem sollten die Geräte nicht nur zentral in der Innenstadt
verfügbar sein, sondern in allen Stadtteilen. Im Rahmen dieses Angebotsausbaus
ist die Bibliothek der Dinge durch Öffentlichkeitsarbeit in der Bevölkerung
bekannt zu machen.

Reparaturbonus für Geräte!

Wir fordern die Prüfung der Einführung eines Reparaturbonus für Geräte. Dieses
Konzept wird bereits erfolgreich in einigen Bundesländern umgesetzt, um weniger
Müll zu produzieren und unsere wertvollen Ressourcen zu schützen.

Einbringung ins Wahlprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Der Vorstand der GRÜNEN JUGEND Augsburg wird beauftragt diese Forderungen im
Namen der GRÜNEN JUGEND Augsburg – in Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedern – im
Prozess der Erarbeitung des Wahlprogramms zur Kommunalwahl 2026 des
Stadtverbands Augsburg von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und gegebenenfalls durch
Änderungsanträge zu diesem Wahlprogramm einzubringen, sodass die hier
formulierten inhaltlichen Ziele Einzug in das Wahlprogramm finden. Es ist dem
Vorstand dabei insbesondere erlaubt, bereits im Wahlprogramm enthaltene
Forderungen nicht nochmal zu stellen und Formulierungen an den bestehenden Text
anzupassen. Dabei darf aber in keinem Fall der inhaltliche Sinn dieses Textes
verändert werden. Der Vorstand der GRÜNEN JUGEND Augsburg hat über das Vorgehen
bei der Einbringung und über die Ergebnisse bei der nächsten
Mitgliederversammlung Rechenschaft abzulegen.
A8: Junges Wohnen sichern – Solidarisch, bezahlbar, menschenwürdig

Solidarischer Mietkautionsfonds

Um den Wohnungszugang für junge Menschen mit geringem Einkommen zu erleichtern,
soll die Stadt Augsburg einen solidarischen Mietkautionsfonds einrichten. Dieser
soll mit einem jährlichen Budget von mindestens 250.000 € ausgestattet werden
und rückzahlbare, zinsfreie Darlehen für Mietkautionen gewähren – gezielt für
die Erstwohnung. Die Antragstellung soll digital, niedrigschwellig und
transparent über das Sozialreferat erfolgen. Dabei sind klare soziale Kriterien
anzuwenden, welche allerdings explizit keine Merkmale der Eltern einer Person
heranziehen. Flankierend braucht es eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit, die in
Kooperation mit der Hochschule, der Universität, den Berufs- und
Fachoberschulen, Kammern, Jugendwohnheimen und sozialen Trägern erfolgt. Nach
zwei Jahren soll der Fonds evaluiert und bei entsprechendem Bedarf auf weitere
Gruppen wie FSJler*innen oder Berufseinsteiger*innen ausgeweitet werden.

Betreutes Wohnprojekt für wohnungslose Jugendliche

Die Stadt Augsburg soll ein Modellprojekt für betreutes Wohnen für wohnungslose
oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Jugendliche zwischen 16 und 28 Jahren auf
den Weg bringen. Dazu gehört die Bereitstellung von Wohnraum durch die Stadt,
etwa durch den Umbau leerstehender Gebäude und Wohnungen oder in Form von
Container Wohnanlagen. Die Trägerschaft soll bei anerkannten freien Trägern der
Jugendhilfe liegen. Das Wohnangebot soll eng mit sozialpädagogischer Betreuung
und Bildungsunterstützung verknüpft werden. Um einen einfachen Zugang zu
ermöglichen, soll das Projekt in enger Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe,
Streetwork-Angeboten und Schulen niedrigschwellig erreichbar sein.
Perspektivisch soll dieses Modellprojekt dauerhaft im städtischen Haushalt
verankert und bei positiver Entwicklung entsprechend ausgebaut werden.

Leerstand beenden – Wohnraum aktivieren

Wohnraum darf kein Spekulationsobjekt sein, deshalb muss Leerstand als soziales
Problem begriffen werden. Die Stadt Augsburg soll deshalb ein Leerstandskataster
einführen, das Wohn- und Gewerbeimmobilien erfasst, die länger als sechs Monate
leer stehen. Eigentümer*innen sollen zur Eintragung verpflichtet werden.
Ergänzend sollen öffentlich zugängliche Datenquellen wie Satellitenbilder,
Energieverbrauchsdaten und Meldungen von Bürger*innen genutzt werden, um
Leerstände systematisch zu identifizieren. Bei nachgewiesenem spekulativen
Leerstand sind Sanktionsmöglichkeiten – etwa Bußgelder auf Basis des § 176 BauGB
– konsequent auszuschöpfen. Gleichzeitig sollen kommunale Auflagen bei
Zweckentfremdung geprüft und eine aktive soziale Zwischennutzung leerstehender
Immobilien gefördert werden.

Kommunales Programm „Junges Wohnen Augsburg“

Die Stadt Augsburg soll ein kommunales Förderprogramm „Junges Wohnen Augsburg“
ins Leben rufen, das gezielt bezahlbaren Wohnraum für Menschen unter 28 Jahren
schafft – unabhängig davon, ob sie studieren, eine Ausbildung absolvieren, zur
Schule gehen oder ein freiwilliges Jahr absolvieren. Ziel ist es, jährlich
mindestens 100 neue Wohnplätze durch Neubauten, Umbauten oder Kooperationen mit
Trägern zu schaffen. Dabei soll eine Vielfalt an Wohnformen entstehen – von
Einzelapartments über kleine WGs bis hin zu betreutem Wohnen.

Die Stadt soll hierfür eigene Grundstücke zur Verfügung stellen und mit
Hochschulen, Jugendwohnheimen, sozialen Trägern und Betrieben kooperieren. Ein
Pilotprojekt „WG über’m Betrieb“ könnte Betrieben, die Wohnraum über Werkstätten
oder Büros anbieten, Zuschüsse gewähren, wenn sie jungen Menschen Wohnraum zur
Verfügung stellen. Gleichzeitig soll leerstehender Wohn- und Gewerberaum durch
die städtische Wohnbaugesellschaft schnell und effizient für junges Wohnen
umgebaut werden. Um solche Projekte zu beschleunigen, sollen vereinfachte
Bauantragsverfahren ermöglicht werden.

Einbringung ins Wahlprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Der Vorstand der GRÜNEN JUGEND Augsburg wird beauftragt diese Forderungen im
Namen der GRÜNEN JUGEND Augsburg – in Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedern – im
Prozess der Erarbeitung des Wahlprogramms zur Kommunalwahl 2026 des
Stadtverbands Augsburg von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und gegebenenfalls durch
Änderungsanträge zu diesem Wahlprogramm einzubringen, sodass die hier
formulierten inhaltlichen Ziele Einzug in das Wahlprogramm finden. Es ist dem
Vorstand dabei insbesondere erlaubt, bereits im Wahlprogramm enthaltene
Forderungen nicht nochmal zu stellen und Formulierungen an den bestehenden Text
anzupassen. Dabei darf aber in keinem Fall der inhaltliche Sinn dieses Textes
verändert werden. Der Vorstand der GRÜNEN JUGEND Augsburg hat über das Vorgehen
bei der Einbringung und über die Ergebnisse bei der nächsten
Mitgliederversammlung Rechenschaft abzulegen.

2024

07.07.2024

Endlich wieder Grüne Jugend! – Ein Ende der Fokussierung auf die Kampagnen der GJ Bayern und GJ Bundesverband

Die Mitgliederversammlung der GJ Augsburg beschließt,

1. dass wir in zukünftigen Wahlkämpfen neben den GJ-Kampagnen oder ähnlich
orientierten Formaten aus dem Landes- oder Bundesverband auch Wahlkampf für uns
politisch nahestehende Parteien machen,

2. dass es für uns in kommenden Wahlkämpfen immer auch ein Ziel ist, auf ein
gutes Wahlergebnis für unsere Mutterpartei und andere uns politisch nahestehe
Parteien hinzuarbeiten und

3. dass wir unterstützenswerte Kandidierende aus den Reihen der GJ, welche für
die Grünen antreten in ihrem Wahlkampf nach besten Kräften unterstützen.

4. Wir stellen fest, dass ein Ziel unserer politischen Arbeit ist, die Grünen
als unsere Mutterpartei in unserem Sinne zu verändern. Auf diesem Weg ist für
uns eine gegenseitige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Grünen auf
Augenhöhe ein wichtiger und erhaltenswerter Bestandteil unserer Verbandsarbeit.

2023

16.12.2023

Bio-Klippe mit 27
Die Grüne Jugend Augsburg spricht sich dafür aus, dass das Höchstalter für eine
Mitgliedschaft bei der Grünen Jugend 27 Jahre betragen soll. Sie unterstützt die
Einführung bzw. Beibehaltung dieser Regelung für die Grüne Jugend und ihre
Gebietsverbände.

2022

17.12.2022

Wahlkampfteam für die Landtagswahl 2023
Die Mitgliederversammlung beauftragt den Vorstand der GJ Augsburg für die
Landtagswahl 2023 ein Wahlkapfteam einzurichten.
Das Wahlkampfteam soll mit und neben dem Vorstand Wahlkampfaktionen planen und
durchführen.
Das Wahlkampfteam besteht aus vier Personen. Es ist mindestens zur Hälfte mit
FINTA*-Personen (Frauen, inter*, nichtbinär, trans*, agender Personen) zu
besetzen. Das Wahlkampfteam ist spätestens Ende Juni 2023 auf einer
Mitgliederversammlung zu wählen. Auf diese Wahl finden die Regelungen des § 7
der Satzung der Grünen Jugend Augsburg Anwendung.
Der Vorstand hat das Wahlkampfteam in der Planung von Wahlkampfaktionen
einzubinden. Das Wahlkampfteam kann in Absprache mit dem Vorstand selbstständig
Aktionen planen und durchführen. Die Geschäftsführungsbefugnis des Vorstands
bleibt unberührt.
Das Wahlkampfteam löst sich mit Ablauf des Wahltages automatisch auf.