Die meisten Studien zeigen einen Lohnnachteil für schwule Männer, aber eine Lohnprämie für lesbische Frauen im Vergleich zu ihren heterosexuellen Pendants.

 

Eine Analyse von 32 Studien aus mehreren Ländern ergab, dass schwule Männer im Durchschnitt 11 % weniger verdienten als heterosexuelle Männer, während lesbische Frauen 9 % mehr verdienten als heterosexuelle Frauen. Studien und Umfragen haben auch ein negatives Lohngefälle für bisexuelle und auch für transsexuelle Menschen gezeigt, obwohl die Beweise viel begrenzter sind, insbesondere für transsexuelle Menschen.

 

Abgestraft wird für schwule Männer die nichtgenderkonforme Berufswahl und/oder die nicht-heteronormative Genderperformanz. Für lesbische Frauen ist es ökonomisch eher vorteilhaft, in männlichen Berufen zu arbeiten, aber auch „männlicher“ am Arbeitsplatz zu agieren. Dies bedeutet allerdings nicht, dass die absolute Einkommenshöhe für lesbische Frauen höher wäre als jene für schwule Männer, da der Gender Pay Gap stärker zum Tragen kommt als die zu erzielenden Einkommensvorteile für lesbische Frauen.

 

Quellen: 

DIW Pressemitteilung vom 02.09.2020

WAZ.de “Jeder dritte Homosexuelle wird im Arbeitsleben diskriminiert” (02.09.2017)

Alexander Behnke