Rund ein Drittel der Homosexuellen in Deutschland wird im Arbeitsleben diskriminiert. Unter den Trans* Menschen sind es sogar mehr als 40 Prozent, wie eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und der Universität Bielefeld ergab. In etwa der gleichen Größenordnung finden sich demnach Menschen, die vor Kolleg*innen immer noch nicht offen mit ihrer Sexualität oder Geschlechtsidentität umgehen.

 

Trans* Personen hätten in besonderem Maß mit Diskriminierung zu kämpfen. Oft würden Namensänderungen nicht akzeptiert und häufig gebe es Mobbingerfahrungen: Es ist zum Beispiel (leider!) immer noch alltäglich, dass die Stimme imitiert oder Lächerlich gemacht wird. Außerdem wird des Öfteren verweigert, die Toiletten entsprechend der Geschlechtsidentität nutzen zu dürfen.

 

Es ist zudem interessant, dass sich die Betroffenen je nach Qualifikation und gewerblicher Orientierung anders am Arbeitsplatz verhalten. So gehen im produzierenden Gewerbe nur 57 Prozent der homo- und bisexuellen sowie queeren, trans*- und inter*-geschlechtlichen Menschen offen mit ihrer sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität um. Im Gesundheits- und Sozialwesen täten das hingegen knapp drei Viertel der Befragten. Insgesamt hätten sich fast 70 Prozent (69 Prozent) der Befragten vor Kolleg*innen, aber nur 60 Prozent vor Vorgesetzten geoutet.

 

Quellen: 

The Conversation (k.A.)

TAZ.de “Lohnlücke betrifft auch Schwule” (31.08.2017)

Alexander Behnke