– Änderungsverfahren des Transsexuellengesetzes im Bundestag gescheitert.

– Grüne Jugend Augsburg unterstützt das von den Grünen vorgeschlagene Selbstbestimmungsgesetz. Es soll Transpersonen die Transition erleichtern.

 

Am 19. Mai stimmte der Bundestag zu der Forderungen von FDP und Grünen zum Selbstbestimmungsgesetz ab. Die Entwürfe scheiterten am Widerstand der Großen Koalition und der AfD. Die Grüne Jugend Augsburg lehnt das bestehende und veraltete Transsexuellengesetz (TSG) entschieden ab.

„Transpersonen müssen sich unwürdigen Untersuchungen und Diagnoseverfahren unterziehen, um ihre Geschlechtsidentität offiziell eintragen lassen zu können. Dabei müssen sie sich mitunter als ‘psychisch kranke Person’ diagnostizieren lassen und von Gutachter*innen eine ‘seit drei Jahren bestehende transsexuelle Prägung’ nachweisen lassen, ehe ein Anpassungsverfahren erfolgreich ist. Das ist erniedrigend und nicht zumutbar!“ so Sprecherin Hanna Häußler von der Grünen Jugend Augsburg.

Im Grundgesetz heißt es nach dem zweiten Paragraphen: Jede*r hat dass Recht auf die freie Entfaltung seiner*ihrer Persönlichkeit! Das TSG ist daher verfassungswidrig und menschenrechtlich zu verurteilen.

Als kommunaler Jugendverband unterstützten wir die Vorschläge der Grünen Partei und verurteilen das widersprüchliche Verhalten der Parteien aus der Großen Koalition. Noch am vergangenen Montag (17. Mai) und Dienstag (18. Mai) positionierten sich Parteivertreter*innen aus SPD und Union zu Themen von Vielfalt im Rahmen des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi- und Transfreindlichkeit (IDAHOBIT) bzw. dem internationalen Tag der Vielfalt öffentlichkeitswirksam für die Rechte von diversen Menschen. „Es reicht nicht, Regenbogenfahnen zu schwenken. Wir brauchen jetzt ein Selbstbestimmungsgesetz!“ ergänzt Marlene Hartung von der Grünen Jugend Augsburg.