Keine Abschiebungen mehr nach Afghanistan!
Ali Reza ist in Afghanistan geboren. Seine Familie und er gehören jedoch der Minderheit der Hazara an, die in Afghanistan verfolgt werden. Seine gesamte Familie flieht deshalb in den Iran. Doch als illegale Einwanderer hatten sie auch hier unter Diskriminierung zu leiden.  Als Ali 16 Jahre alt ist, wird seiner Familie eine Aufenthaltsgenehmigung in Aussicht gestellt, falls Ali in Syrien für Assad kämpfen würde. Sollte Ali nicht in den Krieg ziehen, so könne die Familie nach Afghanistan zurück geschickt werden. Also beschließt Ali weiter nach Europa zu fliehen. Der 16- jährige tritt die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer alleine an und wird dort Zeuge grausamer Szenen. Schließlich erreicht er jedoch  Deutschland und besucht hier bald die Freie Waldorfschule Augsburg. Der mittlerweile 18 -Jährige lernte sehr schnell Deutsch, hat viele Freund*innen gefunden und strebt einen Realschulabschluss an, um danach eine Ausbildung zum Erzieher zu machen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat ihn nun jedoch zur Ausreise nach Afghanistan aufgefordert. Ali hat dort keinerlei Familie. Als Hazara ist die Sicherheitslage für ihn noch prekärer, als sie ohnehin schon ist. Denn die Taliban bedrohen Hazara direkt mit dem Tod. Die Grüne Jugend Augsburg fordert deshalb Ali nicht nach Afghanistan abzuschieben, da dies gegen § 16 a des Grundgesetzes verstieße, der besagt, dass politisch Verfolgte asylberechtigt sind. Als Hazara hat Ali schwerste Menschenrechtsverletzungen zu erwarten, da diese Volksgruppe einer großen Gefahr durch Islamisten ausgesetzt ist. So starben am 23. Juli 2016 80 Hazara als sich ein Selbstmordattentäter inmitten einer Demonstration der Hazara in Kabul in die Luft sprengte.
Wir fordern eine Einhaltung der Genfer Flüchtlingskonvention und der Menschenrechte von Seiten der Bayrischen Staatsregierung, sowie der Bundesregierung und damit einen totalen Stopp der Abschiebungen nach Afghanistan und eine Rücknahme der Ausreisebescheinigung gegenüber Ali Reza!