Die GRÜNEN Augsburg sind schockiert darüber, dass offenbar selbst im Jahre 2015 homophobe und völlig veraltete menschenverachtende Inhalte durch den Familienbund der Katholiken im Raum Augsburg öffentlich per Beilage in der Augsburger Allgemeinen und der Allgäuer Zeitung verbreitet werden können.

„Die Homophobe Hetze, die hier durch den Familienbund – welcher sich nah an den fundamentalistischen Rändern der Katholischen Kirche befindet – betrieben wird ist unerträglich. Dass diese „Sonderausgabe“ offenbar mit Steuermitteln durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Integration gefördert wurde, setzt dem Ganzen noch die Krone auf und ist ungeheuerlich,“ so Max Hieber, Sprecher der GRÜNEN Jugend Augsburg.

„Wir sind froh, dass in unserem Land die Zeiten vorbei sind, wo Liebe einer Mehrheitsnorm unterworfen werden musste und beschämende verleumderische und versteckte Lebensformen den einzigen Ausweg darstellten, mit seinen sexuellen Idendität überleben zu können. Jeder Mann, der einen Mann liebt und jede Frau, die eine Frau liebt, verdient Respekt und keine Beleidigung. Selbst im sehr katholischen Irland hat sich die Mehrheit der Bevölkerung zur Gleichstellung der großen Gruppe der Homosexuell empfindenden Menschen bekannt. Diese Freiheit bedeutet ein großes Gut, wenn wir bedenken, dass es auch heute in vielen Ländern der Erde noch drakonische Strafen gibt, für die gleichgeschlechtliche Formen der Liebe. Unsere demokratische Gesellschaft hat der homosexuellen Liebe mit demselben Respekt zu begegnen wie heterosexuellen Liebesbeziehungen. Dasselbe gilt für Menschen mit Trans- und Intersexualität,“ ergänzt die Sprecherin der Augsburer GRÜNEN Marianne Weiß.

„Dieser Text ist nah am Tatbestand der Volksverhetzung und steht eindeutig im Widerspruch zu unserer Verfassung. Von der Meinungsfreiheit sind derart menschenverachtende Aussagen nicht mehr gedeckt. Dass eine solche Veröffentlichung als Beilage in der größten Zeitung unserer weltoffenen Friedensstadt Augsburg stattfindet, ist zutiefst beschämend,“ so Max Hieber weiter.