Internationaler Tag gegen Homophobie

Am Dienstag 17. Mai im Jahre 1992 strich die internationale Gesundheitsorganisation WHO Homosexualität von der Liste der Krankheiten. Auch wenn in Deutschland erst über zwei Jahre später, am 11.06.1994, der entschärfte Paragraph 175 entgültig gestrichen wurde ist dies ein enorm wichtiger Tag für die Rechte von Homo- und Bisexuellen.

Von Gleichberechtigung und einer toleranten Gesellschaft ist jedoch auch in Deutschland immernoch nicht zu sprechen. Zwar wurden einige Missstände durch das Lebenspartnerschaftsgesetz (LPartG) 2001 reduziert oder beseitigt, doch auch hier gibt es noch deutlichen Nachbesserungsbedarf im Sinne der Gleichberechtigung. Die Unterschiede zur konventionellen Ehe sind inakzeptabel und nicht tragbar. Im Bereich der innergesellschaftlichen Toleranz ist sogar noch viel mehr Verbesserungsarbeit zu leisten. Noch immer werden Menschen auf Grund ihrer sexuellen Identität diskriminiert, ausgegrenzt oder sind sprachlicher und körperlicher Gewalt ausgesetzt. Diese andauernden, menschenverachtende Anfeindungen sind insbesondere für Kinder und Jugendliche in der schweren Phase der Selbstfindung extrem erschütternd. Dies zeigt sich besonders duch ein vier Mal höheres Selbstmordrisiko bei homo-, bi- und transsexuellen Jugendlichen. Diese erschreckende Gewissheit zeigt den dringenden Handlungsbedarf hin zu einer toleranten, wertschätzenden Gesellschaft.

Denn für alle gilt: Toleranz jetzt! Keine Chance für Hass und Homophobie!

Daher laden wir euch alle ein. Kommt zu unserem nächsten Stammtisch im Grünen Büro (Maximilianstraße 17, über BurgerKing) am Dienstag 19:30 Uhr anlässlich des Internationalen Tags gegen Homophobie. Gemeinsam mit Gästen des Augsburger Vereins Queerbeet für homo-, bi- und transsexuelle Jugendliche möchten wir diskutieren welche Diskriminierung für junge queere Menschen besteht und wie diese abgebaut werden kann.