Grüne Jugend Augsburg gegen Diskriminierung aufgrund sexueller Identität

© CSD Augsburg, 2010

Unter dem Motto „Fairplay ohne Ausgrenzung – rote Karte für Homophobie!“ fand am 14. August auf dem Augsburger Rathausplatz das Straßenfest zum Christopher-Street-Day statt. Der Titel wurde gewählt, um anlässlich der Fußball-WM  besonders auf die latente und offensichtliche Diskriminierung von Schwulen in diesem Breitensport aufmerksam zu machen.  So war auch die Grüne Jugend Augsburg und Umgebung an einem Stand mit den Grünen vertreten. Als Grüner Rednergast mit dabei war Theresa Schopper, die Landesvorsitzende der Bayerischen Grünen.

Wozu wir das eigentlich machen?

Noch immer erfahren Menschen Diskriminierung, Ablehnung und Hass verschiedenster Art wegen ihrer sexuellen Identität.

Dies betrifft nicht nur homo- und bisexuelle Frauen und Männer. Transgender und transsexuelle Menschen, bei denen das gelebte und gewünschte Geschlecht von ihrem biologischen Geschlecht abweicht, sind genauso betroffen wie Intersexuelle, die biologisch keinem stereotypischen Frauen- oder Männerbild zugeordnet werden können. Aber auch asexuelle Menschen, die kein Bedürfnis nach festen Partnerschaften und Geschlechtsverkehr haben, werden in der heutigen von den Medien übersexualisierten Welt zunehmen ausgegrenzt.

All diese Menschen erfahren in ihrem Leben allzuoft immer noch Ablehnung und Ausgrenzung. Zwar gibt es einige Verbesserungen wie eine langsam zunehmende  gesellschaftliche Liberalität, das Lebenspartnerschaftsgesetz oder Antidiskriminierungsrichtlinien. Doch das reicht uns nicht! Noch immer werden lesbische und schwule Paare nach ihrer „Verpartnerung“ (der eigentliche Name der „Homo-Ehe“) gegenüber Heterosexuellen benachteiligt und dürfen beispielsweise keine Kinder adoptieren, auch wenn es im Wohl des Kindes wäre. Intersexuelle müssen sich beim Ausstellen eines Passes auf ein Geschlecht festlegen, denn es kann nur weiblich und männlich eingetragen werden, auch wenn sie dies gar nicht möchten. Vergleichbar ist auch die Situation von Transsexuellen, wenn sie noch keine geschlechtsangleichenden Eingriffe hatten.

Ganz besonders schwer ist es gerade auch für homo-, bi-, trans-, inter- und asexuelle Jugendliche und junge Erwachsene. Denn in einer ohnehin schweren Lebenssituation des Erwachsenwerdens und der Selbstfindung auch noch diskriminiert zu werden und oft tagtäglich in der Schule, der Ausbildungsstätte, der Uni, zu Hause oder in der Clique Mobbing und verbale sowie körperliche Angriffe zu erleiden ist doppelt schlimm.

Deshalb fordert die Grüne Jugend mehr Toleranz und ein Ende der Diskriminierung aufgrund sexueller Identität und rechtliche Gleichstellung für alle Menschen die sich lieben.

von J. Mattejat